Namensänderung nach Scheidung – welche Namen darf ich führen?

Namensänderung nach Scheidung – welche Namen darf ich führen?

Wenn Paare heiraten, wird häufig der Name des Partners übernommen oder ein Doppelname gewählt. Scheitert die Ehe, möchten viele wieder ihren alten Namen führen. Grundsätzlich behält aber nach der Scheidung jeder Partner seinen Namen – der alte Nachname lebt also nicht automatisch wieder auf. Eine Namensänderung ist aber sehr einfach.

27.01.2016 | Scheidungsrecht

Ändert sich mein Name durch die Scheidung?

Nein, Sie behalten auch nach einer Scheidung Ihren Namen. Durch eine Scheidung lebt der alte Nachname daher nicht automatisch wieder auf. Hierfür müssen Sie einen Antrag beim Standesamt stellen.

Kann der Ex-Ehegatte die Weiterführung des Namens verbieten?

Nein! Früher konnten Ehegatten unter bestimmten Umständen die Weiterführung des Namens verbieten. Dies ist jedoch nicht mehr möglich.

Darf ich einen Namen aus einer alten Ehe wieder führen?

Ja, geschiedene Partner können wählen, ob sie wieder den Geburtsnamen oder Familiennamen aus früheren Ehen übernehmen. Das gilt auch für den Fall, dass aus diesen Ehen keine Kinder hervorgegangen sind. Heiratet die geschiedene Person erneut, kann auch der neue Ehegatte den Namen aus einer früheren Ehe übernehmen.

Wo kann ich den Namen ändern?

Jeder geschiedene Partner kann durch einen Antrag beim jeweiligen Standesamt seinen früheren Namen wieder annehmen. Diese Namensänderung können Sie jederzeit vornehmen und sie ist unbefristet.

Was kostet die Namensänderung?

Die Antragstellung für eine Namensänderung kostet derzeit EUR 14,30 (Stand 27.1.2016), auf elektronischem Weg EUR 8,60. Zudem können noch weitere Kosten für die Vergebührung von Beilagen entstehen.

Welche Dokumente sind für die Namensänderung erforderlich?

Neben dem schriftlichen Antrag benötigen Sie noch folgende Dokumente:

Wie ist die Situation bei den Kindern nach der Scheidung?

Grundsätzlich behalten auch Kinder nach der Scheidung ihren Namen. Soll sich der Name des Kindes ändern, haben sich die Eltern nach der Scheidung bei gemeinsamer Obsorge zu verständigen, welchen Namen sie tragen sollen. Bei alleiniger Obsorge bestimmt der mit der Obsorge betraute Elternteil über die Namensänderung. Der andere Elternteil muss jedoch informiert und angehört werden. Ab dem 14. Lebensjahr kann das Kind selbst über die Namensänderung bestimmen.

Reisepass & Führerschein – was muss noch beachtet werden?

Wenn Sie ihren Namen ändern, ist es in weiterer Konsequenz notwendig, dass die Namensänderung auch in verschiedenen anderen Dokumenten (bspw. Reisepass, Personalausweis, Führerschein) vorgenommen wird. Das kann weitere Kosten verursachen.

Rechtsanwalt für Scheidungsrecht

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Bild: ©Bigstock

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