Haltung von Kampfhunden: Wann ist der Hundeführerschein verpflichtend?

Haltung von Kampfhunden: Wann ist der Hundeführerschein verpflichtend?

Ob Sie die Haltung eines Kampfhundes den Behörden anzeigen müssen, ist in Österreich von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Je nachdem wo Sie wohnen, muss die Haltung bestimmter Rassen von den Behörden bewilligt werden.

25.01.2017 | Verwaltungsrecht

Die Haltung von Hunden – und insbesondere Kampfhunden – ist in Österreich nicht einheitlich geregelt. Vielmehr bestehen für jedes Bundesland unterschiedliche Regelungen. In Tirol, Burgenland und Kärnten muss die Haltung eines Kampfhundes den Behörden nicht angezeigt werden und es bestehen auch sonst keinerlei Voraussetzungen. In Salzburg, der Steiermark und Oberösterreich müssen Hundehalter ihre Kenntnis gegenüber den Behörden nachweisen. Dies gilt aber für alle Hunderassen, nicht nur für Kampfhunde.

In Wien, Niederösterreich und Vorarlberg muss dagegen die Haltung von gefährlichen Hunderassen den Behörden angezeigt und bewilligt werden. In Wien besteht eine Hundeführerscheinpflicht.

Welche Hunde gelten als Kampfhunde?

Welche Hunde als Kampfhunde gelten, ist wiederum von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. In Wien gelten folgende Rassen und Kreuzungen dieser Hunde untereinander bzw. mit anderen Hunden als gefährlich:

Hundeführerschein in Wien

Wenn Sie eine der oben genannten Hunderassen kaufen, müssen Sie spätestens nach 3 Monaten der Haltung die Hundeführerscheinprüfung absolvieren. Dies gilt aber nur dann, wenn der Hund schon 6 Monate alt ist. Solange die Prüfung noch nicht abgelegt ist, dürfen Sie mit dem Hund nicht ohne Maulkorb an öffentliche Orte gehen.

Wenn Sie jünger als 16 Jahre sind oder wegen bestimmter Straftaten rechtskräftig verurteilt wurden, kann die Prüfung nicht abgelegt werden. Die Haltung (bzw. der Aufenthalt an öffentlichen Orten) von Kampfhunden ist daher für diese Personen in Wien nicht möglich. 

Wenn Sie mit dem Hund in der Öffentlichkeit unterwegs sind, müssen Sie immer den Hundeführerschein und einen Lichtbildausweis mit sich führen. Zudem müssen die Hunde elektronisch gekennzeichnet und in der Heimtierdatenbank registriert sein (Kosten EUR 20,84).

Anmeldung, Behörde und Kosten

Zuständige Behörde für den Hundeführerschein ist die MA 60 (Veterinärdienste und Tierschutz). Im Zuge der Anmeldung benötigen Sie einen Lichtbildausweis, Strafregisterauszug sowie den Nachweis einer Haftpflichtversicherung für Hunde (Deckungssumme mindestens EUR 725.000). Die Kosten für die Anmeldung betragen EUR 20,84 + Verwaltungskosten von EUR 40 + Fahrtspesen für die Prüfer. Die Registrierung in der Heimtierdatenbank kostet nochmal EUR 20,84. Unter dem folgenden Link können Sie sich für den Wiener Hundeführerschein online anmelden.

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